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BALKAN HOT STEP CLUB - FANFARE CIOCARLIA - im Mandarin Kasino


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Der balkan ist im club angekommen und eine neue popkulturwelle ist ausgelöst, die sich frei von klischees, ethnologischem ballast oder musealem denken an den klängen osteuropas erfreut. ein neuer sound wird salonfähig gemacht, die üblichen stereotypen und klischees werden über den haufen geworfen, unsere betrachtungen des balkans, des "wilden" ostens und der zigeunerkultur einer frischzellenkur unterzogen. die furiose symbiose elektronischer club- und rasanter roma-musik. menschen, die sich noch nie begegnet sind, tanzen gemeinsam den hora oder einen cocek und holen sich beim dj einen schluck wodka ab. der balkan hot step club verwandelt jede location, die er besetzt, in ein exterritoriales gebiet und schafft ein euphorisches ereignis allererster güte, das altersgruppen und nationalitäten zusammenführt, durcheinander würfelt. er lässt die aktuellen klänge des alten europas im wodkaglas funkeln und gibt seine tänzer erst in den frühen morgenstunden frei, schweißgetränkt und voller verlangen, so einen abend noch einmal zu erleben.

gipsy swing und blaskappellensounds wie in “schwarze katze, weisser kater”, dazu brodelnde und tanzwütige remixe aus clubsounds auf dem weg durch europa.

Future funk, roma-balladen, balkan brass und freestyle-electronica erwarten euch im balkan hot step club! zum start kommt die band fanfare ciocarlia aus rumänien, frischgebackene bbc planet award gewinner! die instrumente der gipsy brassband haben im laufe der jahrzehnte ihren glanz verloren und eine eigene patina gewonnen, sie haben unzählige narben und beulen und sie sind aus blech! die elf roma aus dem dorf "zece prajini" im nordosten rumäniens spielen in enormem tempo und mit einem unglaublichem sinn für rasante rhythmik, traditionelle tänze und melodien, wie sîrba, hora und brîu auf blasinstrumenten - fernab des hierzulande existierenden schrebergartenklischees. bekannt aus dem film “gegen die wand” sind sie die schnellste brassband der welt! Info von poolfamilie.

SA. 24.02.2007
BALKAN HOT STEP CLUB
FEAT.: FANFARE CIOCARLIA (LIVE)
MANDARIN KASINO, REEPERBAHN 1 - HAMBURG ST.PAULI
21:00 UHR – KONZERT 16,00 WEITERE PREISE TBA

INFO zu FANFARE CIOCARLIA
Im Laufe der Jahrzehnte haben sie ihren Glanz verloren und eine eigene Patina gewonnen, sie haben unzählige Narben und Beulen und sie sind aus Blech - die Instrumente der Gypsy Brassband Fanfare Ciocarlia. Die elf Roma aus dem Dorf "Zece Prajini" im Nordosten Rumäniens spielen in enormem Tempo und mit einem  unglaublichem Sinn für rasante Rhythmik, traditionelle Tänze und Melodien, wie Sîrba, Hora und Brîu auf Blasinstrumenten - fernab des hierzulande existierenden Schrebergartenklischees. Das Repertoire von Fanfare Ciocarlia besteht aus einer schier endlosen Menge an Stücken, deren Wurzeln in der Volksmusik des Landes und der Balkanregion liegen und gleichzeitig eine Musiktradition der Roma repräsentieren. Das Vibrato der Trompeten, die mächtige Basssektion, treibende Paukenschläge, die schreienden Saxophon- und wilden Klarinettenklänge lassen uns eindringen in den Sog der langen Partys, die man in ihrer Heimat noch zu feiern versteht. Noten sind den Musikern zwischen 22 und 60 Jahren fremd - die Kunst des Musizierens wurde und wird seit ewigen Zeiten vom Vater zum Sohn weitergegeben. Die Musik der "Fanfaren" - so bezeichnen die in Rumänien lebenden Roma ihre Blaskapellen, begleiten das rituelle
Leben des nördlichen Teils von Rumänien. Ob Geburten, Taufen, Hochzeiten oder andere Feste - überall sind die Fanfaren fester Bestandteil. Die Musiker selbst sagen stolz über ihr Orchester: "Wir sind eine der letzten Tzigani- Kapellen dieser Art in Rumänien, mit alter Tradition, reichem Repertoire und - wir sind die Schnellsten...!" Sie meinen es ernst damit: hat man bei der Dorfhymne "Sîrba de la Zece Prajini" noch die Möglichkeit, den Takt mit dem Fuß
mitzuhalten, ist die Gefahr groß, bei der "Bâtuta la rînd" den Boden unter den Füßen zu verlieren. Es gleicht einem Wunder, wenn sich die Musikerzahl für einige Melodien auf nur vier reduziert und langsame Stücke erklingen, in denen filigrane Klangmuster und poetische Melodien gezaubert werden. Beeindruckend ist auch die außergewöhnliche Besetzung dieses zeitweiligen Quartetts: Basstuba, Baritonhorn, Trompete und Saxophon. In akrobatischer und zartfühliger Weise lassen sie uns für einige Minuten vom Sturm der Hörner verschnaufen. Die auf dem Balkan angesiedelten Gypsy Brassbands unterscheiden sich in origineller Weise von dem statischen Stil der uns bekannten Blasmusik. Ursprung sind die im 19. Jahrhundert entstandenen türkischen Militärblaskapellen.

Die damalige osmanische Okkupation des Balkans beeinflusste auch die Musik. Ob in Bulgarien, Makedonien, Serbien oder Rumänien - überall sind die orientalischen Einflüsse hörbar. Fanfare Ciocarlia beschränken sich nicht auf ein bestimmtes Publikum und lassen sich nicht leichtfertig in eine der herkömmlichen Musikschubladen ablegen. Wenn sich Baritonspieler Constantin in dem Stück "Dansul lui Sulo" per Stimme mit dem Orchester misst, wird man leicht an Rap-Phrasen oder Reggae-Toasts erinnert. Die faszinierende Mischung musikalischer Elemente und Kulturen, die die Roma auf ihrem Weg nach Europa adaptierten, der orientalische Einfluss und das spielerische Temperament der Musiker machen diese Art von Blasmusik so einzigartig. Trotzdem werden Zeitgeist-Bands mit elektronischen Instrumenten und kleiner, westlich orientierter Besetzung in Rumänien immer gefragter und lassen die Erwerbsquelle der traditionellen Blasorchester langsam versiegen. Mit tragikomischer Melancholie reagieren Fanfare Ciocarlia auf diese Entwicklung und lassen Welthits wie "One way ticket..." von den umliegenden Bergen des Dorfes widerhallen. Sie sind noch von der alten Spielwut ihrer Väter beseelt und so werden sie mit Trompeten, Hörnern, Klarinetten und ihrer Pauke - Derwischen gleich - immer wieder auf Asphalt-Tango-Tour gehen, um ihr Repertoire auch außerhalb ihrer Heimat zu präsentieren.

Zitate folgender Medien:

"Zigeunerblasmusik aus Zece Prajini. Mit Basstönen, die tief und schwarz wie aus mächtigen Ofenrohren erklangen, mit orientalisch quäkenden Klarinettenmelodien und eigenartig wild verwirbelten Trompetensoli. In ungestümen Tempi raste die Musik dahin, und die Rhythmen bollerten und hakelten dabei wie die ausgeschlagenen Radlager der alten Pferdefuhrwerke, die im Dorf jeder benutzt." Die Zeit

"Kriminell sagt man in Rumänien, wenn Musiker besonders gut und außergewöhnlich schnell sind. Und kriminell geht es wirklich zu, wenn die zwölf Musiker der Fanfare Ciocarlia mit bis zu 200 geblasenen Beats pro Minute zum Tanz bitten. Auf Hochzeitsgesellschaften sind Fanfare Ciocarlia gern gesehene Gäste: Ihr Spielwitz und das rasante Tempo haben noch jede in eine wilde Tanzparty verwandelt, freut sich Lead-Trompeter Costica "Cimai" Trifan. Dem sympathischen Mann ist kein Takt zu schnell: In aberwitziger Geschwindigkeit entlockt er seiner Trompete den richtigen Ton und freut sich, das Publikum zu erstaunen." Knut Henkel, die taz

"Ihre Heimat ist das Dorf Zece Prajini im Nordosten Rumäniens, zu deutsch "zehn Felder". Dort treten sie vor allem auf Dorf-Festen auf. Sie sagen von sich: ‚Es gibt viele Bands, wie die unsere in Rumänien, doch wir sind die Schnellsten’!" Kulturjournal NDR TV

"Weltmusik mit 200 Beats pro Minute? Gegenüber dem irrwitzigen Tempo dieser zw ölfköpfigen Party-Brassband aus einem kleinen Dorf in Nordrumänien klingt mancher Technosound fast wie Schmusblues. Nur ist das letztlich ein eher unbedeutendes Argument für diese Fanfare (Blasmusik), die sie schon in die World-Music-Charts brachte. Einzigartig ist ihre wilde Mischung aus Zigeunermusik, jiddischem Klezmer und orientalischen Klängen, in ihrer Heimat auf Hochzeiten und anderen Festen gespielt. Im Hintergrund knödeln hupende Tubas und tiefe Hörner den Rhythmus, darüber sprudeln quietschfidel Posaunen, Saxophone und Klarinetten - mal mit anarchischen Improvisationen, dann wieder mit getragenen Passagen. Auch weniger Beats können toll sein!" Der Tagesspiegel Berlin


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