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China Lounge feat. Markus Gardeweg vs. Michi Pohl
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Er war auf dem Markt. Die China-Lounge hat zugeschlagen. Kontor-König Markus Gardeweg stößt als neuer Resident in den erlauchten Kreis der China-Drehmomente. Heute: Gig, No. 2!
Markus Gardeweg kennt die Hamburger Szene aus ihren Kinderschuhen. Keine neue Location, kein Secret-Venue, dass er nicht als einer der ersten eroberte. Mit dem mächtigen „Kontor“-Stempel auf dem Rücken baute er „Top of the Clubs“ gleichzeitig zur erfolgreichsten deutschen DJ-Mix-Compilation-Reihe auf. Nicht ohne Grund ist er auf der Club-Tour seit Jahren eines der „Kontor“-Aushängeschilder.
Dass Sympathieträger und Party-Sysiphus Markus Gardeweg auch als Remixer und Produzent für Fan-Furore sorgt, braucht an dieser Stelle wohl nicht extra erwähnt zu werden. Wir sprechen hier schließlich von einem echten Star-Einkauf für die China Lounge.
Für ihn ist es eine Ehre. Für die China Lounge erst recht. Do it again...
Markus Gardeweg – be part in der China-Weltauswahl.
Samstag, 22.09.07 23.00 Uhr
8,- Euro
House, Electro
Mainfloor: Markus Gardeweg / Michi Pohl
Basement: Dam-On
Lounge: Djacob Unverzagt
Würde man Kontor als Kartenspiel verstehen,
Markus Gardeweg wäre der Joker. Alles, was an dem Label groß ist und gut funktioniert, hat nicht ausschließlich, aber eben doch auch irgendwie mit ihm zu tun, sei es als Compilation-Profiler der überaus erfolgreichen „Kontor Top of the Clubs“ CD-Reihe oder als freiberuflicher A&R Manager des Hamburger Dance-Indies. Längst gehört der Mitt-Dreißiger zum bundesrepublikanischen DJ-Establishment, hostet mit „Kontor Top of The Clubs“ eine wöchentliche laberfreie Radio-Show als DJ-Set auf Radio Energy Hamburg, die auch bei Hitradio N1 Nürnberg, Antenne West Trier und Radio Regenbogen Mannheim ausgestrahlt wird.
Musikalisch hält sich Gardeweg flexibel, kennt die Abkürzungen durch den Trance- und Techno-Nebel ebenso wie die schnittigen Passagen im Labyrinth des Progressive Sound. Sein eigener Puls pocht jedoch mit Vorliebe im klassischen House-Takt. Dafür geht er auch schon mal ins Studio, um eigenes Vinyl maßzuschneidern. Sein größter Erfolg dürfte das Remake des House-Klassikers „25 Years“ von The Catch sein, das er 2004 mit den Produzenten von Sono und dem Original-Sänger Don Snow aufgenommen hat. Der renommierte Photograph Philipp Rathmer hat dazu sein Regie-Debüt gegeben: mit einem gnadenlos komischen low-budget-Videoclip, bei dem ein Pferd die Hauptrolle spielt. Im Hamburger Slang würde die Pferdeoper locker mit dem Qualitätsmerkmal „oberspackig“ ausgezeichnet werden, kein Wunder also, dass sie mühelos auf Platz 1 der MTV-Dancefloorcharts galoppierte. Ein weiteres Highlight der jüngsten Zeit ist Gardewegs DJ-Mix-Compilation „Off The Record“, ein feistes Doppel-CD-Album mit zwei feinst abgemischten House- und Elektrosets. Für den Hit „I like it“ der englischen Top-10-Chartstürmer Narcotic Thrust steuerte er einen Remix bei, dito für das Comeback von Lisa Stansfield mit dem Song „If I hadn’t got you“. Als nächstes steht auch endlich wieder eine Eigenproduktion ins Haus, die Gardeweg mit dem erprobten Produzentengespann von Sono, Florian Sikorski und Martin Weiland, eingespielt hat. „Hello“ heißt die neue Single, und auch der Dritte im Bunde von Sono ist hier mit von der Partie: Sänger Lennart A. Salomon leiht dem Song seine Stimme.
Dass Markus Gardeweg nach knapp zwanzig Jahren im Geschäft auch weiß, wo die richtigen Knöpfe der so genannten Kommerz-Maschine sitzen, kann man ihm kaum vorwerfen. Denn wenn es um seine Leidenschaft als DJ geht, ist der Ego-Trip tabu. Lieber schaut er dem feierwütigen Clubvolk tief in die Ohren, um die passenden Zutaten für eine raffinierte Dröhnung aus der Plattenkiste zu angeln. Da ist Gardeweg ganz der Profi und Pragmatiker: solange der Saal kocht, kann man gar nichts falsch machen. Gardewegs Gespür für die Masse kommt nicht von ungefähr. In Hamburg-Steilshoop leben 22.000 Menschen auf zwei Hektar Fläche. Als passionierter Musikhörer mit entsprechender Anlage kann man sich bei den unzähligen Nachbarn schnell einen Namen machen oder auch eine blutige Nase holen. Ja, Steilshoop ist laut Auskunft seiner Bewohner ein Ghetto, und Markus Gardeweg ist hier aufgewachsen. Wer aus Steilshoop kommt, findet das in aller Regel gut, und auch Gardeweg erinnert sich gern an seine ersten Gehversuche als DJ. Mit 12 fing er an, Platten zu sammeln, weil er mit seinem großen Bruder gleichziehen wollte. Stilecht im „Haus der Jugend Steilshoop“ organisierte er Anfang der Achtziger als 14jähriger Schüler zusammen mit Freunden die ersten Disko-Abende von 19 bis 22 Uhr für 2 Mark Eintritt. Vor ausverkauftem Haus – immerhin rund 400 hormongeladene Teenies – drehte der minderjährige DJ Dance, Funk und Soul Scheiben. Es folgten Bookings bei Abi-Feiern, Handballturnieren und Gartenvereinen bis zur Volljährigkeit. Als er dann in diversen Diskotheken Hamburgs, u.a. dem Palladium, Bit am Jungfernstieg, Third World Club und dem Traxx, die ersten Nachtschichten übernahm, stand er technisch seinen älteren DJ-Kollegen in nichts nach.
Markus weiß noch, warum er sich ein Handy zulegte. Eines Nachts kam er nach Hause und fand eine Nachricht auf dem AB von Kontor-Boss Jens Thele, den er mal im Plattenladen Traktor kennen gelernt hatte. Gardeweg sollte im Kontor als DJ einspringen. Das war 1995 und trotz verpasstem Anruf schaffte er es noch im selben Jahr, eine Residency in dem seinerzeit angesagtesten Houseclub Deutschlands zu ergattern. Das Kontor erwies sich bald als das entscheidende Katapult für eine landesweite DJ-Karriere. „Angesagt“ war für Markus Gardeweg seinerzeit allerdings eher zweitrangig. Ihm ging es vor allem darum, dem Clubleben eine Art Versprechen für exzessive Partynächte zu geben und seinen eigenen Stil voranzubringen, den er schon damals zielgenau den musikalischen Vorlieben des Publikums anzupassen wusste. Der Handy-Kauf hat sich übrigens später noch einmal bezahlt gemacht. Auf Urlaub in Ibiza rief er seinen DJ-Kollegen Tom Novy eigentlich nur wegen eines Gästelistenplatzes im Pasha an, doch der Resident überließ ihm gleich für die ganze Nacht die Turntables. Bookings auf Veranstaltungen wie der „Strictly Rhythm“- oder der „Gesicht 96“-Tour bestärkten Gardeweg in seiner Entscheidung, auch sein Berufsleben ganz der Musik zu widmen. Er begann eine kaufmännische Lehre beim Hamburger Dance-Label Urban, wo ihn der Weg über den Trendvertrieb und die DJ-Promotion bis zum A&R führte.
Nach der Ausbildung wechselte Gardeweg 1998 als A&R Manager zu Kontor Records, dem Label seines Mentors Jens Thele. Mit viel Gespür für die trendsensible Dance-Sparte hat er mit „Kontor – Top Of The Clubs“ die erfolgreichste DJ-Mix-Compilation-Reihe im deutschen Markt platziert. Jeweils zwei Gast-DJ’s lädt sich Markus Gardeweg ein, um die Doppel-CD zu kompilieren. Mit dabei waren u.a. Boris Dlugosch, Spiller, Todd Terry, ATB u.v.m. Eigene Produktionen ließen ebenfalls nicht lang auf sich warten. Mit Co-Produzent und Label-Mate Caba Kroll aus Mühlheim hat Markus Gardeweg bislang sechs Platten unter eigenem Namen veröffentlicht, die wie von selbst ihren Weg in die Deutschen Dance Charts fanden. Remixe, wie u.a. für Milky ‚The Way You Are‘, One-T ‚Music Is The One‘, Claudio Mangione ‚Mondo Grande’, Narcotic Thrust ,I Like It’ und Spikes ‚Responsible‘,ließen den Namen Gardeweg auch schon mal international durchschimmern.
Gardeweg versorgt auch solche Fans, die es nicht regelmäßig in die Clubs zieht. Die Kontor-Radio Show (auch per Stream unter www.kontor.cc zu empfangen) jeden Samstag zwischen 0:00 und 2:00 Uhr ist der perfekte Start in eine lange Tanznacht. Auch hierzu lädt sich Gardeweg regelmäßig Top-DJs ein, die mit ihm das Programm bestreiten, u.a. Mousse T, Moonbootica, Timo Maas. Doch die wohl sicherste Bank, Markus Gardeweg in seiner natürlichen Umgebung zu erleben, sind zweifelsohne die Nächte auf der Kontor Club Tour, die sich seit Jahren mit monatlichen Terminen durch Deutschlands Clublandschaft schlängelt. Ein Ende ist bislang nicht abzusehen, was nicht zuletzt die Tragfähigkeit der Kombi Kontor / Ga
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